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Essen mit Thais     Family-Suites     Toiletten  

Kurioses 2

Essen mit Thais
Einer der Höhepunkte der Thais ist ein gemeinsames Essen in grösserer Runde. Am besten natürlich mit einem Falang (Nichtthai) der wegen seines ansehnlichen Vermögens am Ende auch das Essen bezahlen sollte - für alle.
Bereits beim "Bestellvorgang" gibt es grössere Abweichungen von unserem Gewohnten. So bekommt jeder eine Karte und jeder sucht sich ein oder zwei Gerichte aus. Nachdem der Falang ja zahlt, wäre es nicht schicklich sich günstige Gerichte auszusuchen, sondern man nimmt das was die Karte so hergibt, (bei thailändischen Preisen kein Problem) um dem Falang damit zu zeigen, dass man Ihn nicht für geizig hält.

Ob Vorspeise oder Hauptspeise... alles kommt so auf den Tisch wie es die Küche gerade fertig bekommen hat. Und wenn das Küchenteam mit dem Nachtisch angefangen hat... hätte man diesen vielleicht etwas später bestellen sollen.
Nun ist es auch nicht so, dass jeder seine bestellten Gerichte an seinen Platz gestellt bekommt, sondern alle Gerichte kommen in die Mitte auf dem Tisch und jeder bedient sich von allem. Das ist eine tolle Angelegenheit, denn so hat man die Möglichkeit, obwohl nur ein oder zwei Gerichte bestellt, deren 20 zu probieren und völlig neue Geschmacksrichtungen kennen zu lernen. Man isst mit Gabel und Löffel, der Löffel in der rechten, die Gabel in der linken Hand. Zu Mund geführt wird das Essen ausschliesslich mit der Rechten, denn die Linke ist die "Schmutzige". Alles was nicht auf den Löffel passt, kann gerne mit den Fingern gegessen werden.
Schmatzen oder zufällig aus dem Magen entweichende Luft gelten nicht als unanständig. Es wird reichlich geredet, ob sich gerade ein Löffel voll Reis im Munde befindet oder nicht, laut gelacht und mit zunehmendem Konsum von Bierchen und Schäpschen steigt die Stimmung, jedoch das Putzen der Nase ist äusserst unhöflich, selbst wenn man sich dabei umdreht. Also aufstehen oder hochziehen - buäähh.

Wenn man sich ausserhalb der Touristenorte aufhält ist und das beste Lokal im Ort auswählt sollte man, bei 20 Familienmitgliedern und Freunden, für alles Essen und Getränke mit einer Summe von ca. 1.500 - 3.000 Thaibat rechnen. (EUR: 30.- bis 60.-). Dafür sind dann alle glücklich, man hat einen tollen Abend erlebt den man im Allgemeinen mit dem Besuch einer Karaokebar abschliesst.


Family-Suite in Hotels
Wer mit Familie oder Kindern und Freunden reist der wird das Angebot schätzen, dass viele Hotels sogenannte Family-Suites anbieten. Da stellt man sich dann ein Zimmer vor, welches mit einem Hauptraum und ein bis zwei Schlafzimmern ausgestattet ist. Doch meist ist das weit gefehlt, denn Thais sind es gewöhnt beieinander zu schalfen. Und so entpuppen sich die "Suites" meist als grosses Zimmer mit 40-60qm und 3-4 grossen Doppelbetten.
Da wir Europäer das Schlafen in grösserer Runde nicht erfunden haben, könnte der eine oder andere sich über seine vorbestellte Family-Suite beschweren wollen, doch dies wir nur äusserst verwunderte Reaktionen an der Rezeption auslösen.


Entsorgungsörtchen/Toiletten
In Hotels, besseren Restaurants und Einkaufszentren wird man über die Qualität, Sauberkeit und Aussattung der Toiletten angenehm überrascht sein. Teilweise sind die "stillen Örtchen" wie Marmortempel mit allem erdenklichen Luxus eingerichtet. Doch ab und an möchte man die Touristenpfade verlassen und wird manch Toilette als etwas sonderbar empfinden.

In privaten Häusern und älteren Bungalows ist eine Knopfdruck-Wasserspülung schon was Besonderes. Stattdessen wird die Wasserspülung manuell ausgeführt: Man nehme die im Wasserbecken vorhandene Schöfpkelle, Suppenschüssel oder Ähnliches, fülle diese mit Wasser und beseitige mit einem geschickten Schwung die Überreste seiner Hinterlassenschaften. Für kleinere Reinigungen reicht aber auch der fast immer vorhandene Duschschlauch.

Manch ein Restaurant verfügt sogar über Pissoirs, deren Anbringung dem ausführenden Handwerker scheinbar ab und an Probleme bereitet. So sind die Becken ab und an in schier unerreichbaren Höhen oder aber auch in abgründigen Tiefen montiert. Gut wenn man da vorher etwas Zielwasser getrunken hat.
Wenn dann noch die Chefin eines Lokales die Bierreserven in der Toilette lagert und ein neues Fässchen holen muss, sollte man sich nicht ablenken lassen.. sie wird es jedenfalls nicht tun.

Unsere Lieblingstoilette befindet sich jedoch am Laem Singh Beach auf Phuket. Hier stand früher einmal ein grösseres Haus, dieses ist irgendwann abgebrannt, so dass nur noch die Grundmauern stehen und einen ca. 80-90 qm grossen, lichtdurchfluteten Raum bilden. Eine Tür gibt es auch nicht, jedoch einen Kassierer der aufpasst, dass nach Möglichkeit nur eine Person die mitten im Raum befindliche weisse Toilette benutzt.


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